Der Insider Tipp zur Infektabwehr …

Erkältung aus östlicher Sicht

Aus Sicht der TCM ist die Erkältung eine sogenannte Kälte-Erkrankung. Die Kälte dringt von außen zunächst über die Leitbahnen (Meridiane) an den Außenkanten von Armen und Beinen in die äußere Schicht des Körper ein. Nach der Theorie der sogenannten 6-Stadienlehre muß sich die Kälte nacheinander durch mehrere Schichten des Immunsystems hindurcharbeiten bis sie ins innere des Körpers gelangt. Im Stadium 1 macht sich dies durch Frösteln bemerkbar, im Stadium 2 beginnen bereits Symptome im Kopfbereich.

Da die Durchblutung der Nasen-Rachenschleimhaut auch über Reflexzonen an den Füßen vermindert werden kann, haben Bakterien und Viren bei kalten Füßen leichtes Spiel. Die Abwehr ist ist reduziert und es kann zu einem Infektausbruch kommen. Daher sollten Sie stets auf warme Füße achten.

Sollte das es doch mal passiert sein und sie bemerken die klassischen Vorboten der sich anbahnenden Erkältung: Frösteln, Abgeschlagenheit, schwere Arme und Beine…. dann handeln Sie jetzt schnell! Der Ausbruch der Erkältung lässt sich jetzt noch mit Winterkandis stoppen! Das funktioniert aber nur im Frühstadium!

Winterkandis der TCM

  1. Nehmen Sie ein knapp daumengroßes Stück geschälten Ingwer und die gleiche Menge Knoblauch. Beides zerkleinern und mit wenig Öl anbraten oder andünsten.  Nun Honig hinzufügen. Sobald sich die Zutaten etwas karamellisiert haben kann der Winterkandis direkt verzehrt werden – der Geschmack ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber es lohnt sich!
  2. Durch die Konsistenzänderung wird das Lungen-Element, welches bei Erkältungen geschwächt wird, noch mehr gestärkt, als wenn Sie die Zutaten roh verzehren würden. Der süße Honig rundet die Wirkung ab.

Ingwer (Zingiber offizinale)

Gingergol, das ätherische Öl aus dem Ingwerwurzelstock ist scharf, fördert die Durchblutung der Schleimhäute und wärmt des Körper von innen. Das Immunsystem wird stimuliert, Schleim wird verflüssigt. Es wirkt antientzündlich und stoppt die Ausbreitung von Viren und Bakterien. Darüber hinaus wirkt es antioxidativ und enthält Vitamin C.

Knoblauch (Allium sativum)

Der Ur-Knoblauch wurde bereits vor 5000 Jahren in Asien als Würz- und Heilpflanze verwendet. Die chinesische Schrift stellt das Wort für Knoblauch „suàn“ durch ein einziges Zeichen dar – ein Hinweis seiner wichtigen Bedeutung seit Beginn der Sprachentwicklung.

Das im Knoblauch enthaltene Allicin wirkt antioxidativ und die entstehenden Schwefelverbindungen töten Viren und Bakterien ab, weshalb Knoblauch auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet. werden kann. Der erste wissenschaftliche Nachweis darüber wurde bereits 1858 von Louis Pasteur, dem weltberühmten Mikrobiologen, der sich im Bereich der Impfforschung einen Namen machte, erbracht. Im Gegensatz zu chemischen Antibiotika wird der Erhalt der gesunden Darmflora jedoch gefördert.

Unerwünschte Nebenwirkung

Ihre Gesellschaftsfähigkeit kann vorübergehend ggf. etwas beeinträchtigt sein;-)

November 7, 2017