Corona – Hitzetoxin-Erkrankung aus Sicht der TCM

Was für ein Zufall: der Covid-19-Virus ist zu erst im Ursprungsland der Traditionellen Chinesischen Medizin aufgetreten.
Da sich mit der TCM-Arzneitherapie so gute Erfolge bei der Corona-Erkrankung erzielen lassen, wird dies mittlerweile breit in chinesischen Krankenhäusern eingesetzt.

Weil das Thema so spannend ist, sitze ich jetzt wöchentlich in einer Online-Fortbildung. Leider ist nämlich damit zu rechnen, dass wir zukünftig einige Patienten bekommen  die nach (zwar leichter) Corona-Erkrankung, von Restbeschwerden der Lunge geplagt werden.

Aus Sicht der TCM ist die Corona-Erkrankung völlig anders einzuordnen als eine Erkältung oder eine Influenza-Grippe.

Eine Erkältung ist eine sogenannte Kälte-Erkrankung, bei der (wie der Namen schon sagt) Kälte in den Körper eingedrungen ist und sich nacheinander durch verschiedene Abwehrschichten des Körpers hindurcharbeitet (6-Stadien-Lehre). Anfangs frösteln, dann Kopfgrippe…. und wenn’s dumm läuft irgendwann Symptome der Lunge. Bei gutem Immunsystem kommt es dabei zu einer Abwehrreaktion in Form von Hitze (erhöhte Temperatur, ggf. Fieber)

Die Influenza-Grippe ist als Wind-Erkrankung in der TCM definiert. Der Beginn ist schlagartig und heftig. Der Begriff “Grippe” kommt übrigens aus dem französischen und bedeutet: “schlagartig ergriffen”. Dabei kommt es schnell zu hohem Fieber, was einige Tage anhält und dann plötzlich wieder aufhört.

Die Corona-Erkrankung hingegen gehört zu den äußerst selten vorkommenden Hitze-Toxin-Erkrankungen. Diese verläuft völlig anders.

Alle 3 Erkrankungen lassen sich mit dem Erkämpfen einer Burg vergleichen. Kälte und Wind müssen die verschiedenen Abwehrschichten des Körpers nacheinander durchdringen:

Burgmauer, Wassergraben, Soldaten…. erst am Ende stürmt der Feind das Schlafgemach des Königs.

Dies entspricht der Reihenfolge: Schleimhaut – Qi in den Leitbahnen (Meridiane in den Faszien) – Xue (Leukozyten im Blut)……. erst am Ende erreicht das Virus das Yin (die Lunge). Wer sich gut ernährt, genug schläft und einen gesunden Lebenswandel pflegt, hat eine hohe Burgmauer und viele Soldaten (gutes Immunsystem).

Der Covid-19-Virus jedoch schleicht sich clever durch vorhandene Risse in der Burgmauer und versteckt sich zunächst im inneren der Burg. Wenn ihn die Burgbewohner bemerken, steht er bereits im Schlafgemach des Königs.

Das sogenannte Hitzetoxin dringt nicht nur heimlich direkt ins Yin (Körperinnere) ein, sondern blockiert die Wandlungsphase Erde (Erdelement) und führt zu Flüssigkeitseinlagerung im Funktionskreis Lunge (Metallelement).

Die Chinesischen TCM-Ärzte haben festgestellt, das die Zungen und Pulsbefunde der Coronapatienten auch anders sind, als bei Erkältung und Grippe.

Der Vergleich mit dem Einschleichen in die Burg erklärt ganz gut, wieso einige Patienten, die morgens noch fit waren, abends bereits auf der Intensivstation liegen. Leider gibt es einige Patienten, die auch noch Wochen nach gut überstandener Coronaerkrankung sich mit Restbeschwerden der Atemwege herumschlagen.

Sowohl zur Prophylaxe als auch für de verschiedenen Verläufe (mild – heftig) und die Therapie danach stehen mittlerweile bewährte TCM-Arzneimittel-Rezepturen zur Verfügung.

Der einzige Haken: die Preise für TCM-Arnzeimittel werden in den nächsten Monaten sehr wahrscheinlich in die Höhe schnellen, da ein Großteil der für den Export nach Europa bestimmen Substanzen jetzt in chinesischen Krankenhäusern zum Einsatz kommt..

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Mai 20, 2020